Forschung im Bereich psychische Gesundheit

Forschung im Bereich psychische Gesundheit: Von der Ätiopathogenese zur klinischen Anwendung

Im Zentrum für Psychologische Forschung (CIP) wird psychische Gesundheit aus der Perspektive einer streng angewandten Wissenschaft betrachtet. Unser primäres Ziel ist die Aufklärung der zugrunde liegenden ätiopathogenetischen Mechanismen, die psychische Störungen aufrechterhalten. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, über die reine symptomatische Beschreibung hinauszugehen, um die kausalen und aufrechterhaltenden Variablen zu identifizieren.

1. Methodische Strenge und fortgeschrittene Statistik Unsere Forschung stützt sich auf eine strikte empirische Methodik, die die interne und externe Validität unserer Erkenntnisse garantiert. Wir setzen Forschungsdesigns ein, die Längsschnittstudien, hochwertige randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) und kontrollierte experimentelle Studien umfassen.

  • Analytische Innovation: Um die Vorhersagegenauigkeit und das Verständnis von Kausalität zu verbessern, nutzen wir systematisch multivariate Analysen und fortgeschrittene Techniken wie Strukturgleichungsmodellierung (SEM) sowie Machine Learning, angewandt auf psychologische Daten. Dies ermöglicht es uns, komplexe Muster, Mediatoren und Moderatoren der Reaktion zu identifizieren, die für die Personalisierung von Interventionen entscheidend sind.

2. Fokus auf wegweisende Therapien und Informationsverarbeitung Unsere Forschungslinien konzentrieren sich auf Bereiche mit hoher klinischer Relevanz und disruptivem Potenzial:

  • Kognitiv-emotionale Prozesse: Tiefgreifende Untersuchung von Aufmerksamkeitsbias, Bedrohungsverarbeitung und Rumination bei Angstzuständen und Depressionen, um spezifische Interventionsziele (Targets) zu finden.

  • Therapien der dritten Welle: Empirische Untersuchung der Wirksamkeit und der Wirkmechanismen von Ansätzen, die auf Akzeptanz und Achtsamkeit basieren (wie die Akzeptanz- und Commitmenttherapie, ACT), sowie trauma- und emotionsfokussierte Therapien.

3. Translationales Engagement: Vom Labor in die Praxis Das CIP arbeitet mit einem expliziten translationalen Fokus. Jedes Projekt ist so konzipiert, dass die im Labor generierte robuste empirische Evidenz unmittelbar und effektiv in die klinische Praxis übertragen werden kann. Unser Engagement ist zweifach:

  • Optimierung von Interventionen: Validierung bestehender Protokolle und Entwicklung neuer, effizienterer und kostengünstigerer therapeutischer Instrumente.

  • Verbesserung der funktionalen Prognose: Beitrag zur Weiterentwicklung von Behandlungen, die nicht nur die Symptomatik reduzieren, sondern auch die soziale, berufliche und persönliche Funktionsfähigkeit des Patienten signifikant verbessern und damit die Standards der funktionalen Genesung in der psychischen Gesundheit neu definieren.